
An den Steuerseilen des deutschen Frauenachters erkämpfte sich Laura Schwensen von der Rudervereinigung Kappeln im TSV Kappeln von 1876 e.V. den 4. Platz. Es war zugleich die erste Teilnahme an einer offenen Weltmeisterschaft in der Geschichte der Rudervereinigung und für die Jüngste im Team der deutschen Rudernationalmannschaft ein großer sportlicher Erfolg.

Nach acht Wochen Trainingslager, für die
Laura Schwensen ihre gesamten Ferien verplant hatte, war der deutsche Achter bei der WM in Poznan zunächst sicher ins Finale eingezogen. „Wir wollten nach einer Medaille greifen, haben dieses Ziel aber leider verfehlt.“, resümierte die junge Kappelnerin nach dem Rennen. „Mit den durch den starken Schiebewind schwierigen Bedingungen kamen die Amerikanerinnen, die Rumäninnen und die Niederländerinnen offensichtlich besser zurecht. Wir selbst sind kein optimales Rennen gefahren und nun schon traurig, dass es nicht zu einer Medaille gereicht hat.“

Dennoch ist auch der vierte Platz für den deutschen Achter ein gutes Ergebnis. Nach dem bei den Olympischen Spielen in Peking die Finalteilnahme verpasst wurde, mussten sich die deutschen Damen in Poznan nur den Medaillengewinnerinnen von Olympia geschlagen geben. Die Olympiasiegerinnen aus den USA konnten ihre Spitzenposition behaupten. Die Rumäninnen wurden Zweite und tauschten damit mit den Niederländerinnen, die als Dritte gut eine Sekunde vor dem deutschen Boot ins Ziel kamen, gegenüber Olympia die Plätze.

Laura Schwensen, die in der laufenden Saison eigentlich noch als Juniorin in der Altersklasse 17/18 hätte starten können, hat sich mit dem Platz im deutschen Frauenachter schon viel früher als ursprünglich gedacht einen Traum erfüllt. „Natürlich ist es Wahnsinn so ein WM-Finale zu steuern.“, schwärmte Laura Schwensen. „Die Tribünen waren mit tausenden Menschen gefüllt und ich wusste, dass mir auch zu Hause am Fernseher viele die Daumen gedrückt haben. Ich war auch ziemlich aufgeregt und habe deshalb die Nacht vor dem Rennen nicht gut geschlafen. Letztlich weiß ich aber, dass ich hier reiche Erfahrungen gesammelt habe, die mir auch in Zukunft von Nutzen sein werden. Nach einer Erholungsphase werde ich versuchen, meinen Platz im Frauenachter weiter zu festigen. Vielleicht darf ich dann schon 2012 für London von Olympia träumen. Die ersten Schritte dorthin sind gemacht.“
Michael Schürmann
Comments
Glückwünsche
Super gemacht Laura und der Rest der Mannschaft :)
Der Bericht ist auch super...